10.-11. Oktober 2018 | AREAL BÖHLER DÜSSELDORF

Amazon: Freund oder Feind des interaktiven Handels?01.07.2015

Vor 20 Jahren startete Jeff Bezos die Website amazon.com. Seit dem Jahr 2000 können Händler, Hersteller und auch Privatverkäufer die Plattform für E-Commerce Aktivitäten nutzen. Nach Angaben des Unternehmens tun dies heute weltweit über zwei Millionen sogenannte Drittanbieter.

 

Mit seiner Strategie ist der Riese aus Seattle erfolgreich. Im ersten Quartal 2015 konnte Amazon seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf über 22 Mrd. USD steigern.

 

Diese Marktmacht ermöglicht es Amazon, Innovationen voranzutreiben, keine Frage. Viele Händler profitieren von der E-Commerce Plattform – aber den Chancen stehen auch zahlreiche Risiken gegenüber. Diesem Thema widmet sich eine Plenums-Veranstaltung am 7. Oktober auf dem NEOCOM Kongress.

Long Tail Strategie

 

Ob es darum geht, die Kunden in die Auslieferung der Pakete einzubeziehen (Projekt „On my Way“), oder um einen neuen Marktplatz für Handgearbeitetes (Projekt „Handmade at Amazon“), Amazon lässt im Sinne seiner „Long-Tail-Strategie“ keine Nische und Innovation unbesetzt.

 

Aber nicht für jeden Händler ist die Kooperation mit dem E-Commerce-Riesen von Erfolg gekrönt.

 

Die Drogeriemarktkette dm hat sich bereits vor zwei Jahren vom Vertrieb ihrer Eigenmarken über Amazon verabschiedet – nicht ohne allerdings Amazon vorher eine Menge von interessanten Daten zu liefern, welche Drogerie-Produkte gut laufen und welche nicht.

 

Auf dieser Basis konnte Amazon wiederum selbst eine Eigenmarke unter dem Label amazon elements einführen – mit geringem Risiko, denn die üblichen Markttests haben ja bereits andere Händler über die Amazon-Plattform getätigt.

 

Immer stärkere Vertriebsbeschränkungen für verschiedene Marken (z.B. Asics) limitieren zudem die Möglichkeiten für Händler, die Plattform wirtschaftlich zu nutzen. Sie sind in gewissem Sinne der Willkür des E-Commerce Platzhirsches ausgeliefert.

 

Amazon – Freund oder Feind?

 

Da ist die Frage berechtigt, ob Amazon eher Freund oder Feind des interaktiven Handels ist. Diesem Thema widmet sich eine Session auf dem diesjährigen NEOCOM Kongress unter dem Titel „Wie der interaktive Handel Amazon die Stirn bieten kann“.

 

Es diskutieren dabei die Branchen-Experten Nicholas C. Denissen (Bereichsvorstand Douglas), Ernst Trapp (CEO von EMP) und Hartmut Deiwick (kaufmännischer Leiter der Online-Apotheke APONEO).

Nicholas Denissen Douglas Ernst Trapp EMP Hartmut Deiwick APONEO

Nicholas C. Denissen ist seit 2013 Bereichsvorstand für E-Commerce bei Douglas. Bevor er in den Parfümerie-Handel einstieg, war Denissen Vice President Media bei Amazon, und kennt sich daher in beiden Welten sehr gut aus.

 

Die Sichtweise eines Rock- und Heavy Metal Online-Shops wird Ernst Trapp, CEO von EMP vertreten. Der Multichannel-Händler aus Lingen in Niedersachsen nutzt Amazon als Absatzkanal und wird aus erster Hand über sein Erfahrungsspektrum berichten.

 

Hartmut Deiwick von Aponeo sieht die Dynamiken des Zusammenspiels mit Amazon, wenn er sagt „Wir erleben gerade einen Kampf der Systeme, und jeder Online-Händler muss für sich sehen, wie er da reinpasst. Und wie er vielleicht doch auch abseits der großen Plattformen Kunden bindet.“

 

Plenumsveranstaltung zum Thema Amazon bietet Orientierung

 

Die Session (7. Oktober, 11.40 Uhr) widmet sich den Chancen, die eine Zusammenarbeit mit Amazon durchaus bietet, den möglichen Sortiments-, Service- und Preisstrategien, die Händler auf Amazon verfolgen können bis hin zu der Rolle, die IT und Logistik in Zukunft spielen werden.

 

Eine sehr hochkarätig besetzte Session zu einem emotional stark besetzten Thema – gewiss eines der Highlights der diesjährigen NEOCOM, denn viele Händler suchen Orientierung in der Frage, ob – und wenn ja, wie – sie mit dem E-Commerce-Giganten aus Seattle am besten zusammenarbeiten.

 

Alle Details zum Programm finden Sie unter www.neocom.de.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortet als Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

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