23.–24. Oktober 2018 | Kameha Grand, Bonn

Das Ende des Pure Play – Kunden im Mittelpunkt der Cross-Channel-Ansprache18.08.2015

Der Online-Handel verändert die Handelslandschaft nachhaltig. Wie der Branchenreport Online-Handel 2014 des IFH Köln zeigt, wandert bereits jeder zehnte Euro über die virtuelle Ladentheke. Im Zuge der technischen Neuerungen, welche die Digitalisierung der Handelslandschaft mit sich gebracht hat, ist der Fokus auf den Kunden wichtiger als je zuvor.

Wie bewegen sich Konsumenten also zwischen Online-Shops und stationären Geschäften und welche zukünftigen Entwicklungen zeichnen sich ab? Antworten liefert die ECC-Studie „Cross-Channel im Umbruch“ in Zusammenarbeit mit hybris software.

 

Online-Schaufenster werden immer bedeutsamer

Fast 40 Prozent der Käufe in stationären Geschäftsstellen werden heute in Online-Shops vorbereitet. Dagegen informieren sich Konsumenten nur bei jedem zehnten Online-Kauf vorab in einem stationären Geschäft – der viel benannte „Beratungsklau“ spielt also eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. Vielmehr sind Online-Shops der Showroom des stationären Handels.

Bei den Smart Natives – jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren, die täglich online sind und ihr Smartphone intensiv nutzen – sind diese Entwicklungen noch deutlicher erkennbar: Smart Natives bereiten bereits heute über die Hälfte ihrer stationären Käufe in Online-Shops vor.

Dies gibt einen Hinweis darauf, dass Online-Shops als Showroom des stationären Handels weiter an Bedeutung zunehmen werden, denn Smart Natives geben als „Early Adopter“ einen Hinweis auf das zukünftige Konsumentenverhalten.

 

Amazon ist Deutschlands größter Showroom

In puncto „Online-Showrooming“ vor dem stationären Kauf punktet vor allem Amazon: Von den Konsumenten, die sich vor dem stationären Kauf in Online-Shops anderer Anbieter informiert haben, taten dies 82 Prozent bei Amazon. Im Vergleich informierten sich lediglich 44 Prozent bei eBay. Dies zeigt die Vormachtstellung vom Amazon im Informationsprozess der Konsumenten.

Amazon ist außerdem für deutsche Online-Shopper erste Anlaufstelle im Netz. Bei einem Drittel der Online-Käufe haben sich Konsumenten zuerst bei Amazon informiert – unabhängig davon, in welchem Online-Shop tatsächlich gekauft wurde. Damit lässt der Online-Generalist sogar Google (14,3 %) weit hinter sich.

 

Cross-Channel ist die einzige Zukunft

Vereinfacht man das kanalbezogene Kaufverhalten der Konsumenten, lassen sich nach Allensbach drei Konsumententypen identifizieren. Ein Blick auf die Verteilung unter den deutschen Onlinern verrät, dass …

  • … die Mehrheit mit 61 Prozent bereits heute zu den selektiven Online-Shoppern gehört, die abhängig von Situation und Produkt den Kaufkanal wählen.
  • … 31 Prozent begeisterte Online-Shopper sind, die am liebsten alles online kaufen würden.
  • … nur noch eine Minderheit von acht Prozent sich als traditionelle Handelskäufer bezeichnet und nicht gerne online kauft.

 

Einkaufspräferenzen Deutsche Online und Smart Natives im Vergleich / Cross Channel Ansprache / Ende des Pure Play

Dies verdeutlicht zum einen, dass Konsumenten über alle Kanäle hinweg von Händlern abgeholt werden möchten und situationsbedingt entscheiden, wo sie kaufen. Zum anderen wird klar, dass der stationäre Handel weiterhin Zukunft hat – vorausgesetzt er passt seine Konzepte den neuen Gegebenheiten an.

Die Kanäle müssen durch Cross-Channel-Services wie Click & Collect verzahnt werden. Nur durch ein ganzheitliches Kundenerlebnis gewinnen Händler die Kunden von morgen für sich.

 

Cross-Channel im Umbruch – Die Top-Ergebnisse der Studie im Video-Format:

 

Über die Studie

Die Studie „Cross-Channel im Umbruch – Das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten Vol. 7“ des ECC Köln und hybris software untersucht mit Fokus auf Käufe in Online-Shops und stationären Geschäftsstellen den Informations- und Kaufprozess von Konsumenten im Cross-Channel-Zeitalter.

Die Studie kann über den Online-Shop des IFH Köln bestellt werden.

Die Management Summary ist auf der Website von hybris verfügbar.

 

Hinweis der NEOCOM-Redaktion: Sabine Buschmann können Sie auch auf der NEOCOM 2015 in Düsseldorf treffen. Sie wird dort an der Speakers Corner die Studienergebnisse präsentieren und näher erläutern.

Hier können Sie sich zur NEOCOM Messe anmelden. Die Teilnahme an den Präsentation auf den Speakers Corners ist in der Teilnahmegebühr bereits inkludiert.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortete als ehemalige Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

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