23.–24. Oktober 2018 | Kameha Grand, Bonn

Lokale Relevanz durch suchmaschinenoptimierte Online-Präsenzen31.05.2013

Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen mit lokalem Bezug ist ein noch junges Thema, dass inzwischen immer mehr Beachtung findet. Unternehmen mit Stationärgeschäften müssen verschiedene Besonderheiten beachten, um in der lokalen Suche auf Google und weiteren relevanten lokalen Suchmaschinen prominent gelistet zu werden.

Angefangen wird mit der aus der klassischen Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) bekannten Definition des Keyword-Sets (den Wörtern für die das Unternehmen „ranken“ soll). Hierbei müssen lokale Bezüge erkennbar sein. So bringt es wenig, einen Sporthändler in Berlin mit einem generischen Markenkeyword wie bspw. „sportschuhe“ zu verschlagworten. Ein Keyword wie „sportschuhe kreuzberg“ führt dagegen schon eher zum Erfolg. Die ausgewählten Keywords sollten zudem häufig genutzte Suchbegriffe der gewünschten Zielgruppe sein.

Auf die Definition der Keywords folgt eine Wettbewerbsanalyse. Besonders wichtig hierbei: Mit großer Wahrscheinlichkeit ist nicht nur der Sporthändler drei Blocks weiter der Konkurrent im Google-Ranking, sondern möglicherweise auch ein SPIEGEL-Artikel über Freizeit und Outdoor in Berlin. Hier müssen Keyword-Lücken gefunden werden, die das Geschäft prägnant definieren, häufig gesucht werden und nicht von einem zu starken Wettbewerb belegt sind.

Wurde für den lokalen Geschäftskontext eine relevante Auswahl an Keywords definiert, teilt sich die lokale SEO-Optimierung in zwei Hauptstränge auf. So müssen im Folgenden On-Site und Off-Site Maßnahmen ergriffen werden.

On-Site sollten Unternehmen ihren lokalen Content so eindeutig und gut lesbar aufbereiten, dass die Bots der Suchmaschinen den Inhalt finden und einordnen können. Für Händler mit Filialgeschäft ist es lohnenswert, für jedes einzelne Geschäft eine eigene URL aufzusetzen, um diese gezielt für Suchmaschinen zu optimieren. Die Chance liegt in der nachvollziehbaren, lokal spezifischen Umschreibung des Geschäfts. So finden die Algorithmen der Suchmaschinen schnell alle wichtigen Aspekte zum Standort.

Noch mehr als On-Site, müssen sich lokale Geschäfte um eine herausstechende Off-Site-Präsenz bemühen. Während das lokale Content-Angebot zwar auch auf Empfehlungsmechanismen, beispielsweise über Share- oder Like-Funktionen von sozialen Netzwerken angewiesen ist, sind Berichte und Bewertungen für ein gutes Listing in Google oder Bing zwingend notwendig.

Darüber hinaus muss es das Ziel sein, auf so vielen relevanten Plattformen wie möglich präsent zu sein. Allen voran ist ein Listing auf Google+ Local (ehemals Google Places) von großer Bedeutung. Bewertungsplattformen mit lokalem Bezug wie Qype und Yelp haben ebenfalls eine hohe Relevanz für lokales SEO. Weitere Chancen bieten Firmenverzeichnisse wie die Gelben Seiten, branchenspezifische Verzeichnisse und Einträge auf lokal relevanten Websites wie Hamburg.de oder Berlin.de, Prinz.de und MeineStadt.de.

Schließlich geht es darum, Bewertungen und Empfehlungen für das eigene Angebot zu gewinnen. Je mehr positive Bewertungen ein Geschäft, sei es direkt unter dem dazugehörigen Google+ Local-Profil oder auf Qype und Yelp bekommt, umso größer die Chance auf ein hohes Ranking in den Suchergebnissen. Doch um die begehrten Bewertungen zu erreichen, muss das Angebot des jeweiligen lokalen Geschäfts überzeugen. Es ist zwar ein langer Weg bis an die Spitze der Suchergebnisse, aber er wird mit einer hohen Anzahl an relevanten Besuchern belohnt.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortete als ehemalige Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

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