23.–24. Oktober 2018 | Kameha Grand, Bonn

Mobile Website Optimierung für bessere Google Rankings23.07.2013

Smartphones und Tablets werden zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt der Customer-Journey. Hier entscheidet sich, welche Richtung der Kunde auf seinem Weg durch die Fußgängerzone einschlägt, welche Mode-Boutique er ansteuern wird, wo er sich ins Café setzt oder ob er das gesuchte Produkt direkt mobil bestellt.

Mobile Websites: Google-Studien geben den Weg vor

Bereits im April 2012 begann Google damit, Software-Entwickler auf eine mobile Zukunft einzustimmen. Das „Mobile Playbook – The Busy Executive´s Guide to Winning with Mobile“ war dabei jedoch erst der Anfang. Im März 2013 veröffentlichte der amerikanische Internet-Gigant gemeinsam mit der Unternehmensberatung Nielsen die Folgestudie: “Mobile Search Moments – Understanding how Mobile drives Conversions“. Wie jetzt bekannt wurde, geht Google nun den nächsten Schritt und wird Mobile Websites, die nicht den Anforderungen des Suchmaschinenriesen entsprechen, mit schlechten Google Rankings bestrafen. Diese Maßnahme ist zugleich Chance und Gefahr für Online-Händler.

Google möchte mit diesem geschickten Vorgehen letztendlich das mobile Nutzungserlebnis seiner User verbessern und seine Vormachtstellung im mobilen Web festigen.

Die durchgeführten Studien zeigen die allgemein herrschenden Defizite mobiler Web-Auftritte auf. Fast jeder Befragte (96%) war schon mit seinem Smartphone oder Tablet auf einer nicht mobil optimierten Website. Dabei belegt die Studie, dass eine mobil-freundliche Website zwei Drittel der Studienteilnehmer eher zu einem Kauf verführt als die umständliche Weiterleitung auf eine desktopoptimierte Site. Das sollte Händler ermutigen, ihre Webpräsenz responsive und performant zu gestalten.

61 Prozent der Befragten gaben an, dass mobile Internetauftritte, die länger als fünf Sekunden Ladezeit benötigen, direkt weggeklickt werden. Dabei ist die Interaktion mit einem Angebot auf dem Mobilen Endgerät heute schon von großer Relevanz für den Kaufprozess, so zieht eine mobile Suche lt. der Studie durchschnittlich zwei weitere Aktionen innerhalb eines kurzen Zeitraums auf der Customer Journey nach sich. In 55 Prozent der Fälle folgt auf die mobile Suche der Ladenbesuch, -anruf oder Artikelkauf innerhalb von einer Stunde. Es kann also davon ausgegangen werden, dass mobile Suchen in konkreten Bedürfnissituationen durchgeführt werden. Das macht den Aufbau relevanter Hilfestellungen für diese Szenarien notwendig. In Abhängigkeit vom eigenen Angebot werden diese unterschiedlich sein – eine genaue Analyse der mobilen Nutzer hinsichtlich ihres Surfverhaltens, ihrer Suchanfragen und ihrer Absprungraten ist daher individuell notwendig.

Aufstieg in den Google Rankings: Handlungsfelder für Online-Händler

Damit geben die Studien ein klares Handlungsfeld vor und Googles Ranking-Absichten sollten den versierten Online-Händler endgültig überzeugt haben. Die sofortige Optimierung der eigenen Online-Präsenz für mobile Geräte bringt Händlern aber nicht nur im Kampf um die mobile Kundschaft einen entscheidenden Vorteil ein, sondern wirkt sich auch auf die Performance in der normalen Google Suche aus (geringere Bouncerates, längere Verweildauer). Die mobile Optimierung der Website sollte demnach nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Der Google-Algorithmus wird in Zukunft unterschiedliche Anforderungen an mobile Web-Auftritte stellen, aus denen ein entsprechendes, plattformübergreifendes Ranking angefertigt wird.

Einen wichtigen Faktor des Rankings stellt die Geschwindigkeit der mobilen Präsenz dar. Um den schnellen Aufbau der eigenen Website zu gewährleisten, können unterschiedliche Maßnahmen getroffen werden. Im ersten Schritt sollten große Grafiken sowie Videos auf mobilen Sites vermieden werden. Ein einfacher und strukturierter Seitenaufbau ist zusätzlich empfehlenswert. Der Einsatz von Flash ist, wie allgemein bekannt sein sollte, ein mobiles No-Go. Aber nicht nur die Geschwindigkeit der Seite treibt Sie im mobilen Google-Ranking nach oben. Eine strukturierte Verlinkung zwischen den Medien, beispielsweise aus einem Tweet auf einen bestimmten Blog-Artikel, gehört dazu. „Blank Screens“ und „Tote Links“ müssen auch vermieden werden, da die Seite sonst schlechter gerankt wird.

Mobile Website Optimierung: Tracking und Analyse

Natürlich sollte die Nutzung der Mobile-Site mittels Tracking-Tools beobachtet und anschließend immer weiter optimiert werden. Um die mobile Website mit zusätzlichem Traffic zu versorgen, können Online-Händler und stationäre Unternehmen Googles mobile (lokale) Werbeanzeigen nutzen. Hier können weitere starke Kaufanreize gesetzt werden.

Es gibt unterschiedliche Wege die eigene mobile Präsenz zu erhöhen und Smartphones und Tablets als Verkaufskanal zu etablieren. Nur eins sollten Online- wie Stationärhändler nicht tun – abwarten. Momentan sind gute Rankings noch relativ einfach zu erreichen. Die kontinuierliche Verbesserung der mobilen User-Experience kann so zu einem langfristigen Umsatzwachstum führen. Diese Chance sollten Pure-Player wie örtliche Geschäfte nicht verpassen. Sonst drohen in Zukunft monetäre und reichweitenbezogene Einbußen durch die sinkende Sichtbarkeit auf mobilen Endgeräten.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortete als ehemalige Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

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