11.-12. Oktober 2017 | AREAL BÖHLER DÜSSELDORF

Schuhhandel nach dem Prinzip eines Feinkostladens: Shoepassion – The Berlin Shoe Brand09.06.2017

Tim Keding Shoepassion

Dr. Wendelin Wiedeking hat als ehemaliger Chef der Porsche AG nicht nur ein Faible für Sportwagen, sondern auch für exzellentes Schuhwerk. Ob das die einzige Motivation war, als Investor beim Berliner Startup Shoepassion einzusteigen, darf jedoch bezweifelt werden.

Denn der 2008 gestartete Schuhhändler macht bereits seit 2011 Gewinne, bei einem Umsatz von zuletzt ca. zehn Millionen Euro, einer Umsatzrentabilität von knapp 5% und hohen zweistelligen Wachstumsraten.

Mit dem Investment von Dr. Wiedeking im oberen einstelligen Millionen-Bereich soll nun das Geschäft auch international vorangetrieben werden. Als Online Pure Player gestartet, bietet Shoepassion  in sieben Ländern bereits einen eigenen Online-Shop an.

Hinzu kommen aber auch eigene Offline-Shops, davon acht in Deutschland und jeweils einer in Warschau und Zürich. Die Expansion soll Shoepassion auch nach Dubai, Singapur, Shanghai und New York bringen.

Fantastic snap of our #berlinstore taken by bloggerin @cam_myy ☺

Ein Beitrag geteilt von SHOEPASSION.com (@shoepassioncom) am


Während Tim Keding mit seiner Idee anfangs noch belächelt wurde, zählt Shoepassion mittlerweile zu einem wichtigen Player im Markt für hochwertige, handgenähte Lederschuhe.

Auf der NEOCOM 2017 in Düsseldorf wird Tim Keding, CEO von Shoepassion über das Selbstverständnis der Digital Natives sprechen – und wie das den Evolutionsweg eines Online Pure Players beeinflusst. Vorab sprachen wir mit ihm darüber, was die DNA von Shoepassion ausmacht.

Tim Keding, der Schuhmarkt ist hart umkämpft. Wie differenzieren Sie sich als Händler?

Tim Keding: „Wir sind sowohl Händler als auch Hersteller. Von Beginn an verfolgten wir ein Eigenmarken-Konzept, das wir im Laufe der Zeit durch ein Multichannel-Konzept ergänzt haben, indem wir auch offline gegangen sind. Zudem sind wir komplett vertikal integriert. Ich denke, das ist in dieser Form im Schuhmarkt einzigartig.“

Do it like Fred Astaire and John Wayne. #shoepassion #loafers #mensstyle #casualshoes #businesscasual #blackshoes

Ein Beitrag geteilt von SHOEPASSION.com (@shoepassioncom) am

Sie haben sich vom Pure Player zum Multichannel-Händler entwickelt. Welche Rolle spielen die Stores in Ihrem Konzept? Wie sorgen Sie online und offline für eine konsistente Customer Experience?

Tim Keding: „Lassen Sie mich zunächst nochmals auf die Beweggründe eingehen, warum wir online gestartet sind – dann versteht man die Ironie des Ganzen besser. Wir haben versucht, aus einer Offline-Branche die Charakteristika eines Feinkostladens aufzunehmen: hervorragende Produktpräsentation, erlesene Produkte, ein fachkompetenter Berater, der mehr weiß, als es andernorts der Fall ist.

Das hat sich von Anfang an in unseren Websites widergespiegelt, auf sehr aufwändige Art und Weise. Damals gab es nicht so viele, die es auch so gemacht haben wie wir. Im Offline Handel gehen wir jetzt wieder so vor, unsere Stores greifen genau diese Charakteristika wieder auf. Die Ironie an der Sache ist, dass wir als Online Player diese Dinge jetzt wieder in den Handel bringen, für die der Handel früher auch mal stand.“

Wie entwickelt sich die Fusion mit dem Traditionshaus Heinrich Dinkelacker? Welche Erfolgsfaktoren sehen Sie in der Zusammenarbeit?

Tim Keding: „Die Fusion mit Heinrich Dinkelacker ist natürlich eine ganz große Sache für uns. Wir sind in Deutschland die allerersten, die als Online Pure Player ein hundertjähriges Unternehmen aufgekauft haben. Es ist eine große Ehre für uns, so viel Vertrauen bekommen zu haben.

Unsere Aufgabe ist es, dem Erbe gerecht zu werden. Da wir die Schuhleidenschaft teilen, ist das Erbe bei uns in guten Händen und wir werden dafür sorgen, dass dieses außergewöhnliche Produkt neuen Zielgruppen erschlossen wird – mit den Möglichkeiten, die das 21. Jahrhundert bietet.“

 

Treffen Sie Tim Keding live auf der NEOCOM 2017 – hier finden Sie alle Infos und Tickets für den Digital Commerce Event.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortet als Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

NEOCOM Blog wird präsentiert von