23.–24. Oktober 2018 | Kameha Grand, Bonn

NEOCOM-NEWS 10.11.2013: M-Commerce, Paketdienste und 14.000 neue Stellen bei Amazon12.11.2013

Amazon will 14.000 Mitarbeiter für das Weihnachtsgeschäft einstellen, bei den Paketdiensten denkt man über neue Lieferoptionen nach und weitere NEOCOM-News

Studien

Deutschen haben größeres Geschenk-Budget, sind aber preisbewusster

Laut dem aktuellen Deloitte X-Mas Survey, für die über 17.000 Menschen in 18 Ländern befragt wurden, wollen die Deutschen Weihnachten 2013 im Vergleich zum Vorjahr mehr für Geschenke ausgeben. Trotz dieser Steigerung, schätzen die deutschen Verbraucher ihre Kaufkraft etwas niedriger ein als noch im letzten Jahr. Deshalb konzentrieren sie sich beim Geschenkkauf vor allem auf Sonderangebote. In diesem Jahr beginnt das Weihnachtsshopping darüber hinaus früher als 2012.
Und das wünschen sich die Deutschen – die beliebtesten Geschenke 2013:
Bargeld                                   44%
Bücher                                    41%
Kosmetika/Parfüms            26%
Schmuck/Uhren                  23%
Geschenkgutscheine           23%
Reisen, Veranstaltungstickets, Kleidung/Schuhe, Smartphone, Beauty & Wellness Produkte

Jeder dritte Händler noch ohne Online-Shop

33,1 Milliarden Euro Umsatz im E-Commerce, so lautet die Voraussage des Handelsverband Deutschland für 2013. Obwohl das Internet für den Handel ein wichtiger Vertriebsweg ist, hat jedes dritte Unternehmen noch keinen eigenen Online-Shop. Jeder sechste Händler vertreibt sein Angebot ausschließlich offline. Immerhin: Jeder zweite ist mit einer Facebook-Seite im Netz. Das sind die Ergebnisse der Studie „Online-Dialogmarketing im Retail 2016“ der artegic AG, für die 662 deutsche Handelsunternehmen verschiedener Größe befragt wurden.

An Mobile führt im Handel kein Weg vorbei

Online Shopping über mobile Endgeräte wird mittelfristig die Regel sein, prophezeien 60,1 Prozent der deutschen Handelsunternehmen, so die aktuelle Studie „Online Dialogmarketing im Retail 2016“ der artegic AG. Über die Hälfte der Unternehmen denkt sogar, dass sich die Umsätze von M-Commerce und E-Commerce angleichen werden.

Weihnachts-Shopping per Smartphone & Co. wächst in Europa stärker als in den USA

Wie der aktuelle „Adobe Digital Index 2013 Online Shopping Forecast“ prognostiziert, werden die Online-Einkäufe per Smartphone & Co. im November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent zunehmen – damit lassen die Europäer sogar die US-Amerikaner klar hinter sich, denen laut Untersuchung ein Wachstum an mobilen Einkäufen von 40 Prozent vorhergesagt wird. Zudem wird der Anteil der Weihnachtseinkäufe im Internet, die über mobile Geräte getätigt werden, in Europa auf 12,4 Prozent ansteigen (USA 14 Prozent). Deutschland liegt mit 10,6 Prozent leicht unter dem EU-Schnitt, die mobilen Einkäufe hierzulande werden um 63 Prozent zunehmen.

E-Commerce

Amazon will für das Weihnachtsgeschäft 14.000 Mitarbeiter einstellen

Amazon rüstet sich für das Weihnachtsgeschäft: Das Unternehmen sucht 14.000 Mitarbeiter, die befristet eingestellt werden sollen, um die erhöhte Anzahl von Kundenbestellungen bewältigen zu können, wie ein Sprecher auf Anfrage der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe) mitteilte. Allerdings plant der Online-Versandhändler, die umsatzstärkste Zeit des Jahres diesmal ohne den Einsatz von Leiharbeitern zu bestreiten. „Amazon stellt in diesem Jahr saisonale Mitarbeiter nur auf regionaler Ebene ein, so, dass keine externe Unterbringung notwendig ist“, teilte das Unternehmen mit.

Equipment-Domains gehen an den Start

Die ICANN wird zahlreiche neue Top Level Domains einführen, darunter auch Equipment-Domains. Die Registrierungsstelle plant die Sunrise Period der Equipment-Domains für November. In dieser Phase können Markeninhaber bevorzugt registrieren. Sechzig Tage später wird die Landrush Period beginnen, in der sich jeder um eine Equipment-Domain bewerben kann.

eco: E-Commerce treibt den Preisverfall von Produkten voran

Der rasch wachsende Online-Handel begünstigt Discount-Strategien, erklärt Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, Leiter der Kompetenzgruppe E-Commerce im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft: „Die durch das Internet begünstigte Markt- und Preistransparenz unterstützt Discounter im Handel und fördert den Preisverfall. Vereinfacht gesagt: Das billigste Angebot bestimmt den Marktpreis, zumal sich der Online-Kunde nur schwerlich von Qualitätsunterschieden überzeugen kann.“

Groupon legt neuen Premium-Newsletter auf

Der E-Couponing-Anbieter Groupon launcht einen regelmäßigen Back Label Newslettern, der mehrmals im Jahr an alle Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz verschickt werden soll. Ausgesuchte Premium-Angebote aus den Bereichen Reise, Wellness und Genießen sollen zu einem außergewöhnlichen Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden.

So minimieren Onlinehändler Kaufabbrüche beim Bezahlvorgang

Die E-Commerce-Consultants des Onlinemarktplatzes Rakuten haben fünf Tipps zusammengestellt, damit Kunden den Bestellvorgang nicht in der Payment-Phase abbrechen. Wichtig sei, dass Vielfalt zähle, Mobile Payment angeboten, der Kunde den Überblick behalten könne, das Risiko minimiert und Transparenz und minimaler Aufwand angeboten werde.

Logistik

Lohnuntergrenzen – Differenzierung für Übergangszeit nach Regionen jedoch notwendig

Der BdKEP-Bundesverband der Kurier-Express-Postdienste e.V.- begrüßt die ersten Annäherungen bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD in den Fragen einer gerechten und fairen Entlohnung als Grundlage eines fairen Wettbewerbes und gegen Sozialdumping. Der BdKEP unterstützt die Schaffung von Lohnuntergrenzen, auch über das Arbeitnehmerentsendegesetz, wenn die Grenzen realistisch zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften unter Beachtung regionaler Besonderheiten gezogen werden.

Paketdienste könnten in Zukunft weniger Service bieten

Paketdienste wollen ihren Service einschränken. Kunden sollen sich künftig vermehrt ihre Sendungen selbst im Paketshop abholen. „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen“, sagte der GLS-Paketdienst-Chef Rico Back der „Welt“. Ähnlich wie in Skandinavien sollen die Pakete gut eine Woche in den Läden liegen bleiben. „Onlinebesteller müssen sich schon beim Bestellen darüber klar werden, wohin sie ihr Paket haben wollen“, sagte Back. Auch die DPD äußert sich ähnlich. In der Branche wird mit harten Bandagen gekämpft, der Druck der Onlinehändler auf die Paketdienste steigt. „Wir machen nicht jeden Preiskampf mit. Einen Zustellpreis von zwei Euro oder weniger akzeptieren wir nicht“, sagte Back.

Ioana Sträter
Ioana Sträter
Ioana Sträter

Ioana Sträter verantwortete als ehemalige Geschäftsführerin das Kongress- und Messeprogramm von Management Forum, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zum Portfolio gehören neben der NEOCOM auch der Deutsche Handelskongress, der Deutsche Marketingtag, die Content World Konferenz und viele mehr.

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